Beratung und Betreuung

Sie möchten in die Schweiz auswandern oder Ihren Standort in die Schweiz verlegen. Entweder als Unternehmen
oder als Privatperson. Ein solches Vorhaben birgt gewisse Risiken in sich und erfordert daher eine umsichtige und exakte Planung.
Wir haben die Erfahrungen bei einem Umzug in die Schweiz, welche Ihnen nützlich sein können, bereits gemacht. Die Guten wie die Schlechten. Die guten Erfahrungen möchten wir an Sie
weitergeben und vor den schlechten möchten wir Sie bewahren. Eine umfassende Beratung in Sachen „Standort Schweiz“ ist daher unerlässlich.
Profitieren Sie von unseren Erfahrungen und unserem Netzwerk.
Unter der Rubrik „Standortempfehlungen“ stellen wir Ihnen ausgesuchte
Gemeinden vor, die ausserhalb der Schweiz kaum jemand kennt. Darunter befinden sich jedoch wahre Perlen, bei denen es sich durchaus lohnt, einmal genauer hinzusehen.
Weiterhin stellen wir Ihnen, neben den ortsansässigen Unternehmen der einzelnen Gemeinden, auch die für Sie wichtigen „Dienstleistungsanbieter“ vor, welche Sie vermutlich nicht kennen, die hier in der Schweiz aber unverzichtbar sind.
Was erwartet Sie in der Schweiz?
Natürlich ist die Schönheit der Zentralschweiz unübertroffen und jeder, der einmal einen Urlaub am Vierwaldstättersee verbracht hat, wird Ihnen dies bestätigen. Speziell in dieser Region tummeln sich
Touristen aus aller Herren Länder, denen die Schweizer aufgeschlossen und sehr freundlich gegenübertreten.
Es ist jedoch ein Unterschied, ob man nur einen Urlaub hier verbringt, oder ob man „in die Schweiz auswandern“
möchte. Wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, seinen Standort in die Schweiz zu verlegen, sollte sich unbedingt darauf einstellen, dass es gewisse Mentalitätsunterschiede zwischen Schweizern und z.B. Deutschen gibt.
Mentalitätsunterschiede
Schweizer sind eher besonnen, meist zurückhaltend und von einer angenehmen Unaufdringlichkeit. Sie reden nicht gerne über Privates, geschweige denn über Geld und zeichnen sich eher durch ein gepflegtes Understatement aus. Es kommt schon einmal vor, dass ein
Privatbankier mit dem Fahrrad in seine Bank fährt und nur, weil jemand ein altes Auto hat, bedeutet das noch lange nicht, dass er arm ist. Aber Reichtum ist bekanntlich relativ, wie die folgende Anekdote verdeutlicht:
„Ein Deutscher steht mit dem berühmten schwarzen Köfferchen am Schalter einer schweizer Bank. Unter vorgehaltener Hand flüstert er dem Kassierer zu, dass er 2 Millionen Euro in bar einbezahlen möchte. Darauf erwidert ihm der Banker, er könne ruhig laut reden, denn Armut sei keine Schande.“
Der in Deutschland weit verbreitete Glaube, dass so ziemlich alle Schweizer reich wären, stimmt natürlich nicht. Auch hier entfallen auf einen geringen Teil der Bevölkerung über 90% des Vermögens.
Die Schweizer verfügen über einen eher verhaltenen, aber tiefsinnigen Humor, welcher an Trockenheit nur schwer zu überbieten ist. Ein typischer schweizer Witz hört sich etwa so an:
Zwei sehr betagte Damen unterhalten sich. Sagt die Eine: "Frau Meyer wird nun doch nicht am Dienstag, sondern erst am Donnerstag beerdigt. Erwidert die Andere: „Ach, geht es ihr wieder besser?“
Das ist narürlich etwas ganz Anderes als der vordergründige und unverblümte Humor einer rheinischen Frohnatur. Es steht zu befürchten, dass die Kommunikation zwischen einem Innerschweizer und einem Düsseldorfer aufgrund der extremen Mentalitätsunterschiede ein wenig leiden könnte. Wenn Sie also Ihren Standort in die Schweiz verlegen,
sollten Sie sich bewusst sein, dass weniger oft mehr ist und sich den örtlichen Gegebenheiten ein wenig anpassen.
Auch in der Schweiz behält eine althergebrachte Weisheit ihre Richtigkeit, die da lautet: „Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.“
Die Zentralschweizer sprechen bekanntlich einen hochalemannischen Dialekt und nur sehr ungern hochdeutsch, obwohl es die offizielle Amtssprache ist. Aufgrund der vielen deutschsprachigen Einwanderer sind sie immer öfter gezwungen, hochdeutsch zu sprechen, was sie ziemlich nervt. Während man es in Deutschland eher vermeidet, sich zu seinem Dialekt zu bekennen,
weil es sich oftmals nicht sehr elegant anhört, pocht man in der Schweiz teilweise darauf. So wurde in Zürich eine deutsche Radiosprecherin dermassen angegangen, dass sie fluchtartig das Land verliess. Ähnlich erging es einer deutschen Trambahnführerin, als sie die Stationen in hochdeutsch ansagte.
Der Ausländeranteil in der Schweiz liegt bei 21%. Viele davon sind Italiener und auch Portugiesen. Für diese Migranten ist es schon schwer genug, einigermassen deutsch zu lernen. Sicherlich kann man von ihnen nicht erwarten, dass sie auch noch einen Dialekt sprechen. Selbstverständlich kann man schwyzer- oder buredütsch (bauerndeutsch) erlernen, aber wirklich gut anhören wird es sich nicht. Man sollte sich allerdings bemühen, schwyzerdütsch zu verstehen, ansonsten man hier Gefahr läuft, wirklich überhaupt nichts mitzubekommen. Für einen Süddeutschen, der selbst einen Dialekt spricht, ist das sicherlich wesentlich einfacher als für einen Hamburger, der ja schon die innerdeutschen Dialekte nicht versteht.
Hier gibt es teils erhebliche Abweichungen zum gewohnten deutschen Verkehrsalltag. Sie merken das bereits, wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug die Grenze überschreiten und plötzlich nur noch 120 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstrassen fahren dürfen. In Deutschland erfüllen Sie mit 120 Stundenkilometern auf der Überholspur bereits den Straftatbestand der Nötigung, da Sie die nachfolgenden Autofahrer behindern und es ein Rechtsfahrgebot für solche „Schleicher“ gibt. Ausserdem riskieren Sie in hohem Grade Ihre Gesundheit, denn es ist jederzeit möglich, dass ein übermotivierter Sportwagenfahrer Ihnen mit 300 Sachen ins Heck fährt und Sie mitsamt Ihrem Wagen in Ihre atomaren bzw. molekularen Bestandteile zerlegt.
Da man in der Schweiz mit drakonischen Strafen rechnen muss,
wenn man zu schnell ist, halten sich fast alle an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Sollten Sie im Stadtverkehr zu schnell fahren, kostet Sie jeder Kilometer zu viel etwa 40 Schweizer Franken. Es gibt eine Toleranzgrenze
von 5 km/h, das ist etwas grosszügiger bemessen als in Deutschland.
Aufgrund dieser Tatsache fahren die Schweizer wesentlich langsamer und dadurch auch entspannter Auto als die Deutschen. Sie sind sowieso in vielen Dingen sehr viel geduldiger als Ihre
alemannischen Brüder und Schwestern aus dem Norden. Wenn Sie eine gewisse Zeit in der Schweiz unterwegs waren werden Sie es zu schätzen wissen, wie sicher diese Art von Autofahren ist. Ausserdem verbrauchen Sie viel weniger Sprit
und Ihre Reifen werden auch geschont. Autoaufkleber wie „Hockenheim ist überall“ oder „Wer bremst verliert“ kann man also vor seinem Umzug in die Schweiz getrost entfernen.
Was Sie an Ihrem neuen Standort auf jeden Fall machen sollten, ist Ihr Auto ordentlich zu „parkieren“, denn sonst werden Sie „verzeigt“ und das kostet in den meisten Fällen etwa 140 Fränklis. Sie werden auch schnell feststellen,
dass das in Deutschland übliche Laternenparken speziell in den Städten praktisch unmöglich ist. Überall gibt es Parkuhren, die 24 Stunden am Tag bedient werden müssen. Die Preise sind happig und auch die Gebühren
für einen Tag im Parkhaus reichen andernorts aus für einen netten Tages-ausflug. Falls Sie keinen Stellplatz für Ihren Wagen haben, sollten Sie sich schnell darum kümmern, sonst kommt der Zeitpunkt, an welchem Sie definitiv
nicht mehr wissen, wohin damit.
Wohnen in der Schweiz
Wenn Sie in die Schweiz auswandern oder Ihren Firmensitz bzw. Firmenstandort in die Schweiz verlegen, werden Sie schnell feststellen, dass das Wohnen in der Zentralschweiz eine wirklich schöne Sache ist. Nicht nur, weil die Umgebung fantastisch ist.
Es ist auch alles sehr ordentlich und gepflegt, Häuser und Wohnungen sind meist in einem Top Zustand und auch die öffentlichen Gebäude oder Parks sind gut in Schuss.
Das ist allerdings nicht überall so in der Schweiz. Wenn man einmal
über den Gotthard Richtung italienische Schweiz unterwegs ist oder in die andere Richtung in die französische Schweiz fährt, wird es schnell etwas lässiger gehandhabt mit dem Pflegezustand.
Lassen Sie sich genügend Zeit bei Ihrer Suche nach einer geeigneten Immobilie und vor allen Dingen, lassen Sie sich beraten. Eine tolle Immobilie im falschen Quartier wird Ihnen nicht viel Freude bereiten. Für alle Immobilien, egal ob Sie eine kaufen
oder mieten möchten, gilt die Devise, je näher am See bzw. je besser die Aussicht, desto höher der Preis.
Ein deutscher Flachlandtiroler gerät bereits beim Anblick einer Kuh auf einem grünen Hügel in Verzückung und läuft Gefahr zu glauben, bereits zu Anfang seiner
Entdeckungsreise den idealen Standort in der Schweiz gefunden zu haben. Informieren Sie sich lieber ausgiebig über alle möglichen Standorte und Sie werden feststellen, es geht meist immer noch schöner oder besser, als man sich das ausgemalt hat.
Mit der Qualität der Immobilien verhält es sich ähnlich. Speziell in der Zentralschweiz ist der Ausstattungskomfort auch der Mietwohnungen beachtlich hoch. So verfügt fast jede Wohnung über eine Einbauküche, eine komplette Badausstattung mit
Spiegelschrank und Beleuchtung, eine Waschmaschine und einen Wäschetrockner bzw. Tumbler, wie man in der Schweiz sagt. Selbstverständlich gibt es meist auch Kfz-Stellplätze, entweder in der Tiefgarage oder vor dem Haus. Für einen Mieter in einer deutschen Mietwohnung ist das nahezu unglaublich.
Der Preis einer Immobilie oder auch einer Mietwohnung ist natürlich stark abhängig von der jeweiligen Lage. Die alte Maklerregel „eine gute Lage ist durch nichts zu ersetzen es sei denn, durch eine noch bessere“ trifft hier den Nagel auf den Kopf.
Nehmen wir als Beispiel eine 120qm grosse 3 1/2 Zimmer Wohnung in der Nähe Luzerns mit Garten und Blick auf den Pilatus, das ist sozusagen der Hausberg Luzerns. Es handelt sich um einen Neubau und somit um einen Erstbezug. Ein Grossteil solcher Wohnungen befindet sich meist in einem Mehrfamilienhaus mit
Gartenanlage, Tiefgarage und etwa 5-7 Mietparteien. Die Häuser sind sehr modern ausgerichtet und oft terrassenförmig angelegt mit vielen grosszügigen Fenstern, damit man die meist tolle Aussicht geniessen kann.
Die Austattung wird hierzulande als gehoben
bezeichnet und sieht dann folgendermassen aus: Tiefgaragenstellplätze, Kellerraum, eigener separater Waschraum mit Wäscheleine, Waschmaschine und Trockner, Waschbecken. In der Wohnung selbst gibt es eine topmoderne und hochwertige Einbauküche, geschmackvolle
Fliesen in der Küche und den beiden Badezimmern, Parkett, Fussbodenheizung, überall Deckeneinbauleuchten und elektrisch verstellbare Lamellenrolläden. Der Preis hierfür liegt etwa bei CHF 2500,- inkl. Nk, das sind umgerechnet Euro 1665,-. Das ist natürlich
nicht ganz billig und in nicht wenigen Teilen Deutschlands kann man dafür locker ein ganzes Haus mieten.
Aber wir sind hier in der Schweiz und es sollte einem klar sein, dass die Leute nicht zum Sparen hierher kommen.
Nach oben gibt es praktisch kaum ein Limit. In einer der besten Lagen Luzerns auf Höhe des bekannten Hotels Montana mit Blick über den See und die Berge zahlt man für 140qm Wohnfläche gut und gerne CHF 8000,-.
Die Preise sind hier in den letzten beiden Jahren förmlich explodiert. Wohlhabende Einwanderer bezahlen diese nach wie vor bereitwillig. Einheimische sind dagegen kaum noch in der Lage, sich bevorzugte Quartiere leisten zu können. Das kann dann schon einmal zu sozialen Spannungen führen.
Einkaufen in der Schweiz
Neben den hohen Immobilienpreisen zahlt man in der Schweiz auch ca. 33% mehr für Lebensmittel als in Deutschland. Das ist eine Tatsache, die auch die Beziehung der Schweizer Bürger zu ihren Detailhändlern, so nennt man hier den Lebensmitteleinzelhandel, schwer belastet. Einen triftigen Grund
für diese hohen Preise im Vergleich zu den Nachbarländern gibt es nicht.
Die Schweiz ist nun nicht gerade bekannt als das Land der Schnäppchenpreise. Es gibt jedoch eine Reihe von Dingen, die in der Schweiz durchaus preiswerter sind als anderswo. Das liegt in erster Linie daran, dass die Mehrwertsteuer mit 7,6% deutlich niedriger ist als z.B. in Deutschland.
Bei einem Neuwagenkauf kann sich das durchaus lohnen. Auch das Benzin ist wesentlich günstiger. Super kostet etwa Euro 1,10. Diesel dagegen ist teurer, sodass man ziemlich viele Kilometer fahren muss, bis sich ein Diesel-Fahrzeug amortisiert.
Wer gerne über das Internet einkauft wird verwundert feststellen, dass man viele Dinge auch als Neukunde auf Rechnung kaufen kann. Das ist in Deutschland nicht möglich, denn die Zahlungsmoral der Deutschen unterscheidet sich deutlich von jener der Schweizer. Hier geht man guten
Glaubens davon aus, dass man die Dinge, die man bestellt, auch bezahlt. Diese Einstellung würde für einen Online-Anbieter in Deutschland den sofortigen Ruin bedeuten.
Das Einkaufen im Warenhaus oder speziell auch im Supermarkt läuft wesentlich relaxter ab als in Deutschland. Während man in Deutschland Gefahr läuft, vom nachfolgenden Einkaufswagen überrollt zu werden, falls man seine Lebensmittel nicht schnell genug aufs Band bekommt,
nimmt man sich hier ungeniert die Zeit für ein Schwätzchen mit der Kassiererin, egal, wie lange die Schlange an der Kasse ist. Hier ist Geduld gefragt, denn mit Drängeln macht man sich bei den eher gemütlichen Schweizern keine Freunde.